LC/4-Pleuellager und andere Schäden!

Details:
Selten hat ein LC/4 Motor 600-640 ccm die 20.000 Km Marke geschafft ohne vorherige Revidierung!
Siehe dazu auch den Duke Dauertestbericht in der “PS” Feb. 2004

* Es gibt sehr viele, ich würde sagen zu viele Pleuellagerschäden bei den LC/4-Motoren seit dem ersten Baujahr 1988 bis zum letzten Baujahr 2006 .
* Viele Erkenntnisse aus meiner über 30 jährigen KTM-Praxis wurden gewonnen, die zu einer Verbesserung bzw.Standfestigkeit führten. Aber ganz abzustellen war das Problem nie, da auch die Lager,Kurbelwellen und Schmierungs-Konstruktion der verschiedenen Baujahre zum großenTeil daran schuld war. Bei hoher Motorbelastung wurde die Kurbelwelle durchgebogen, dadurch wurden auch die sehr starken Rollenlager links/rechts in der Lauffläche beschädigt. Rollen oder auch Tonnenlager genannt, vertragen keine Durchbiegung an der Lagerung, hier wäre ein hochwertiges Kugellager mit erhöhtem Lagerspiel zum auffangen der Biegeschwingungen besser gewesen. (Einblick in JAPAN-Einzylindermotoren war möglich)
* Zu erkennen waren oder sind die Schäden im Vorfeld durch starke Motorvibrationen
und unbekannte Klappergeräusche meistens nach Vollgasetappen.
* In den meisten Fällen springt der Motor danach nur noch unwillig an.
* Nach ablassen des Motoroels und der Demontage der Magnetschrauben kann man erkennen wie weit ein Motorschaden hier vorliegt.
* In den Galeriebildern erkennt man an den Magneten viele helle Metallplättchen, die eindeutig auf das aufgelöste Hartmetall des Pleuellagers und des Lagerzapfens hinweisen. Eine kpl. Motordemontage ist hier notwendig auch mit dem Austausch aller Getriebelager muß gerechnet werden, da die Hartmetallplättchen mit dem Motoroel durch alle Lager hindurch gefördert wurden.